Taktische Einsätze haben gemeinsam, dass konventionelle Rettungsstrukturen oft nicht mehr greifen. In Krisengebieten oder bei instabiler Sicherheitslage ist die medizinische Infrastruktur mangelhaft und die Rettungskette weitmaschig. Tritt ein medizinischer Notfall ein, kann nicht auf die gewohnte präklinische Versorgung zurückgegriffen werden.

Dieser Sachverhalt stellt Soldaten, Polizisten, Personenschützer und andere Personen, die unter taktischen Bedingungen arbeiten, bei einem Unfall oder Anschlag vor eine große Herausforderung. Denn fehlt die medizinische Versorgung vor Ort, können nur die Personen im Einsatz Hilfe leisten. Sie werden zu Helfern vor Ort, von denen die medizinische Versorgung der Verletzten abhängt.

Mit der Ausbildung zum Tactical Responder möchten wir die Versorgungslücke, die durch die fehlenden Rettungsstrukturen entsteht, schließen. Wir möchten medizinische Laien, die unter taktischen Bedingungen arbeiten, dazu befähigen, lebensrettende und -erhaltende Maßnahmen durchzuführen. Denn um Leben zu retten, muss man kein Arzt sein. Man muss nur über das entsprechende „Handwerkszeug“ verfügen.

Mit dem Erlernen der wichtigsten Fähigkeiten in notfallmedizinischer Versorgung sollen Personen in taktischen Einsätzen fähig sein, das Leben von Kameraden, Zivilisten und auch ihr eigenes Leben zu retten.